|
Die Klosterküche ist eine der ältesten dieser Art in Deutschland. Die massiven Fensterlaibungen zeigen, daß diese Wand ursprünglich in die Stadtmauer Rothenburgs im 13. Jahrhundert integriert war. Aus dieser Zeit datiert womöglich noch die Drehlade (Bildmitte), mit der die Nonnen den Armen, Pilgern und Bettlern Nahrung nach draußen reichten. Erst aus dem 14. Jh. stammt der massive Kamin, der durch drei Geschosse reicht. |
|
Das Dormitorium entstammt noch der Bauphase unter der Priorin Magdalena vom Rein (ca. 1480-1500). Der Baumeister hat noch die spiegelverkehrte Datierung 1482 an einer Wandkonsole hinterlassen. Der Raum war ehemals stark durchfenstert, und vermutlich durch Holzwände unterteilt, so dass jede Nonne eine eigene Zelle hatte. Heute ist hier einer der Ausstellungsschwerpunkte des Reichsstadtmuseums zu sehen, die Waffen der Sammlung Baumann. |
|
Das Winterrefektorium besitzt eine der ältesten halbtonnengewölbten Bohlenbalkendecken Deutschlands, dendrochronologisch datiert auf 1340. Vermutlich speisten in diesem Raum im Winter die Nonnen, zumindest weisen die Reste eines mittelalterlichen Speiseaufzugs, der von der Küche heraufgeleitet wurde, darauf hin. Heute sind hier Objekte zum mittelalterlichen Alltagsleben zu sehen, wie z.B. das Bett oder die Truhen (Mitte 16. Jh.) |
|
Der Festsaal ist einer der am aufwendigsten dekorierten Räume in Rothenburg überhaupt. Die Stuckausstattung und die Bestückung mit einem Wasseralfinger Ofen fand in den Jahren 1724-1730 statt. Allerdings ist der Grund für diesen Umbau auch heute noch ein Rätsel; das Kloster war nämlich zu dieser Zeit schon lange verwaist. Heute sind hier die barocken Möbel, Skulpturen und Bilder, darüber hinaus die bedeutende Fayence- und Zinnsammlung der Sammlung Baumann zu sehen. |
|
|
|
|
|
|